header

Heute: Der Sonntag – das wöchentliche Osterfest

In der Eucharistiefeier hören wir oft vom ersten Tag der Woche - damit ist der Sonntag gemeint. Dazu muss man wissen: Die jüdisch-christliche Tageszählung funktioniert anders als unser heutiges Denken, wo der Sonntag oft als letzter Tag der Woche gilt. Laut Bibel wurde am ersten Tag das Licht erschaffen. Am siebten Tag ruhte Gott. Dieser Ruhetag ist im Judentum der Sabbat und wird bei uns Samstag genannt.

Recht bald nach Tod und Auferstehung Jesu trafen sich seine Jünger wohl am Auferstehungstag (Sonntag), um miteinander Brot zu brechen. Dieser Tag bekam den neuen Namen ‚Herrentag‘. Noch heute heißt er in verschiedenen Ländern ‚domenica‘ (ital.) –‚domingo‘ (span.) – ‚dimanche‘ (franz.). Darin steckt das lateinische Wort ‚dominus‘, der Herr. Im Deutschen haben wir die römische Bezeichnung Sonnen-Tag beibehalten. Die Sonne lässt sich im Sinne der Auferstehung deuten, hat aber ursprünglich nichts damit zu tun.

Wir Christen feiern unseren zentralen Gottesdienst also seit urchristlicher Zeit am Auferstehungstag und nicht am Donnerstag, dem Tag der Einsetzung der Eucharistie. Wir feiern sozusagen am Sonntag ein wöchentliches Osterfest.

Das Brechen des Brotes gehört seit dem Urchristentum untrennbar zu dieser sonntäglichen Feier. Die Eucharistiefeier ist Quelle, Mitte und Höhepunkt des kirchlichen Lebens: sie erinnert und vergegenwärtigt das ganze heilsbedeutsame Geschehen: das letzte Abendmahl, den Kreuzestod Jesu und seine Auferstehung.

Wenn kein Priester anwesend ist, müssen wir auf die Eucharistiefeier verzichten. Doch wir können trotzdem das wöchentliche Osterfest feiern. Wir tun dies, indem wir uns als Gemeinde am Auferstehungstag zur Wort-Gottes-Feier versammeln. Jede dieser Feiern enthält den sonntäglichen Lobpreis. In diesem feierlichen Gebet gedenken wir des Heilshandelns Gottes und preisen ihn dafür.

Es macht mich stutzig, wenn Gläubige fragen, ob am Sonntag denn ein ‚richtiger‘ Gottesdienst stattfindet. Dadurch bekomme ich den Eindruck, als gäbe es auch falsche Gottesdienste. Doch jeder Gottesdienst, in dem wir das wöchentliche Ostern feiern, ist goldrichtig! Wer in aller Kürze nach dem Gottesdiensttyp fragen will, kann sich ja angewöhnen: „Ist es eine Messe oder eine WGF?“ Eine Feier des Auferstehungstags und ein richtiger(!) Gottesdienst sind beide Formen.

In den nächsten Ausgaben wird diese Reihe fortgesetzt.

Katja Roth, Pastoralreferentin


Gottesdienste

Weitere Gottesdienste


Auf ein Wort

Liturgie kurz erklärt – Teil 1

Heute: Der Sonntag – das wöchentliche Osterfest In der Eucharistiefeier hören wir oft vom ersten Tag der Woche - damit ist der Sonntag gemeint. Dazu muss man wissen: Die jüdisch-christliche Tageszählung funktioniert anders als unser heutiges Denken, wo der Sonntag oft als letzter Tag der Woche gilt. Laut Bibel wurde am ersten Tag das Licht erschaffen. Am siebten Tag ruhte Gott. Dieser Ruhetag ist ...

Nachrichten

Kinderhaus St. Martin mit neuem Vorstand

Das Kinderhaus Sankt Martin in Dörnsteinbach hat zwei neue Vorstandsmitglieder im Trägerverein: Sabrina Grau als 1. Vorsitzende und Katja Schneider als Beisitzerin. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und heißen die beiden herzlich willkommen. In den vergangenen Jahren hat Corina Ortner-Heinrich als erste Vorsitzende wesentlich dafür gesorgt, dass trotz Wechsel in der Leitung der ...

Nachbarschaftshilfe mit neuem Schwung

Im Januar 2019 hat Frau Christine Ries bei der Caritas Schöllkrippen ihre Stelle angetreten. Ihre Aufgabe ist die Koordination des Ehrenamtes in der Nachbarschaftshilfe ‚MenschenFüreinanander‘ im oberen Kahlgrund. Hier erzählt Sie von ersten Erfahrungen und gibt uns einen Einblick, wie die Nachbarschaftshilfe aufgestellt ist. Frau Ries, wie ist die aktuelle Situation der Nachbarschaftshilfe? In ...

Für meine Heimatgemeinde hab’ ich was übrig

Liebe Mitchristen der Kirchengemeinde Schneppenbach,uns als Verantwortlichen liegt es sehr am Herzen, dass die Pfarrgemeinde „Herz Mariä“Schneppenbach eine aktive und lebendige Kirchengemeinde ist und bleibt. Damit dies gelingt,sind wir vor allem auf die persönliche Mithilfe, aber auch auf die finanzielle Unterstützung vielerangewiesen.Deshalb wenden wir uns heute Namen unserer Pfarrgemeinde „Herz ...

­