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Liebe Mitgläubige!

 

Am vergangenen Wochenende war Sommeranfang und am Mittwoch gedachte die Kirche im Hochfest der Geburt des Heiligen Johannes des Täufers, dem Vorläufer von Christus.

 

Dieser Zeitraum bedeutet eine Wendezeit im Jahreslauf, die Tage werden wieder kürzer und die Nächte wieder länger. Diese Tage nehmen den weihnachtlichen Festkreis bereits in den Blick, wenn Johannes auf Christus verweist, mit den Worten: „Er muss wachsen, ich aber geringer werden.“ (Joh 3, 30)

Mit Christus, mit Weihnachten, gewinnen unsere Tage wieder mehr an Licht, er möchte letztendlich unser Lebenslicht sein.

 

Im Gotteslob findet sich für diese Wendezeit unter Nummer 465 ein passendes Lied: Das Jahr steht auf der Höhe. Vielleicht kennen Sie es bereits, mit seiner leicht eingängigen Melodie und, wie ich finde, seinem starken Textinhalt. Für mich ist es einer meiner „Lieblingslieder“ in kurzer Zeit geworden: „Das Jahr steht auf der Höhe.“

 

Für viele bedeutet diese Zeit normalerweise ein bewusstes Runterfahren vom geschäftigen Treiben, vom Alltag. Das Schuljahr geht seinem Ende entgegen und im Idealfall steht der Wechsel in die nächste Klassenstufe im Herbst an oder der Ausbildungsbeginn. Kinder erleben das Ende der Kindergartenzeit und erwarten als Erstklässler den Schuljahresbeginn. In diesem Jahr ist vieles anders – statt runtergefahren, wird vorsichtig wieder hochgefahren. Unser Alltag wurde schlagartig unterbrochen. Einem unbeschwertem Urlaub steht Corona im Weg.

 

Es ist ein Wendepunkt in unser Leben durch Corona eingetreten. Die einen können Positives daraus gewinnen, andere wiederum trifft die Krise, entweder weil sie selbst erkrankt waren oder sie die Einschränkungen hart treffen. Jeder erlebt dies für sich anders, zu Recht.

 

In besagtem Lied werden in der zweiten Strophe unsere Lebenswirklichkeiten besungen. Ängste, dunkle und helle Stunden, schmerzliche und glücklichen Momente. All dies hat seinen Platz in unserem Leben. Doch in der vierten Strophe scheint Hoffnung durch, eine Hoffnung, die auf den setzt, der unser Wendepunkt im Leben sein möchte. Der uns begleitet, durch unser Leben und all dem was dazu gehört.

 

Auch mich hat die Krise getroffen, zwar nicht sonderlich hart, aber dennoch kam ich ins Wanken und habe Unsicherheit verspürt. Meine neue Arbeit konnte ich nicht am geplanten Termin antreten, auf einmal hat sich die Vorfreude in Ungewissheit, Angst, Trauer und Wut umgeschlagen. Die Frage kam auf, was ist, wenn durch die Krise der neue Arbeitsplatz gefährdet ist, wenn ich dort gar nicht anfangen kann? Was ist, wenn ich mit der Arbeitssuche in dieser schwierigen Zeit von neuem beginnen muss: Werde ich etwas finden oder werde ich noch länger ohne Arbeit sein? Trotz Zusicherung meines neuen Arbeitgebers, mich auf jeden Fall einstellten zu wollen, waren diese Fragen da. Ein Wendepunkt war für mich der „erlösende“ Anruf, bei dem es hieß, du kannst kommen.

 

Wendepunkte im Leben – das können glückliche und traurige Momente in unserem Leben sein, und wir dürfen uns jederzeit getragen wissen von Jesus Christus. Ich wünsche Ihnen trotz dieser für uns allen besondere Zeit einen guten Sommerbeginn, suchen Sie sich Ihren Lieblingsort oder träumen sich dort hin. Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit, sich über folgende Fragen Gedanken zu machen.

 

  • Was sind für mich Wendepunkte in meinem Leben gewesen?
  • Konnte oder kann ich auch in schwierigen Wendepunkten in meinem Lebenslauf, auf Gott vertrauen? Oder wird es schwer für mich (was durchaus nicht schlimm ist)?
  • Was hilft mir, wenn ich spüre, dass ich an einem Wendepunkt angekommen, der meinem Leben eine neue Richtung gibt?

 

Für diesen Sonntag hat uns Patrick Groh aus Gunzenbach seine Gedanken aufgeschrieben. Er ist ehrenamtlich u.a. als Organist tätig. 

 


Gottesdienste

Weitere Gottesdienste


Auf ein Wort

Impuls zum Lied „Das Jahr steht auf der Höhe“ (GL465)

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