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Liebe Leserin, lieber Leser,

die zweite Welle ist da und wird in den nächsten Monaten unseren Alltag prägen, unseren Sonntag, die Feste. Ich vermute, dass bei jedem von uns sich Gefühle des Überdrusses breit machen. Doch wir Menschen sind glücklicherweise in der Lage, auch dann Verstand und Vorsicht walten zu lassen. Und wir sind in der Lage durch Anrufe o.ä. einander beizustehen und Mitgefühl mit Betroffenen weltweit zu entwickeln und evt. durch Spenden Hilfe zu unterstützen.

Für uns im Seelsorgeteam ist es gemeinsam mit den Verantwortlichen in Gremien und Gruppierungen ein ständiger Balanceakt: Was kann wie stattfinden? Was sollte man besser ausfallen lassen? Wie sollte der Spielraum, den gesetzliche und diözesane Regelungen erlauben, genutzt werden?

Jede dieser Entscheidung kann von Menschen, die aus jeweils guten Absichten für mehr Vorsicht oder für mehr Zutrauen plädieren, hinterfragt werden. Dies ist auch für mich anstrengend, aber das gehört dazu.

Egal wie es sich entwickelt: Seelsorge, seien es Gespräche, Krankensalbung, Sterbesegen,…, wird vom Seelsorgeteam gewährleistet. Das war im Frühjahr so und wird auch so bleiben.

Alles andere - Form der Gottesdienste, Veranstaltungen, Treffen von Gruppen und Gremien, Nachbarschaftshilfe - wird so stattfinden wie

es die Situation erlaubt. Digitale Angebote werden wir in den Wintermonaten verstärken.

Manche von Ihnen machen sich auch Gedanken, welche langfristigen Auswirkungen dies alles auf das kirchliche Leben hat. Ich nicht. Klar, ich bezweifele nicht, dass sich soziologisch beschreibbare Entfremdungsprozesse vermutlich beschleunigen werden. Und gerade im Hinblick auf die finanzielle und personelle Ausstattung wird man sich unbequemen Entwicklungen stellen müssen. Das aber als Christ/Christin - und das heißt für mich: mit Gottvertrauen. Am 15. November hören wir wieder das Gleichnis von den Talenten. Gelobt werden die Diener, die ihre Talente eingesetzt haben. Unmögliches wird nicht verlangt und Angst führt nicht weiter. Warum sollten wir diese auch haben, wenn wir glauben, dass Jesus Christus das Alpha und das Omega, Anfang und Ende ist?

 

Herzliche Grüße

Stefanie Krömker,

Pastoralreferent

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