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Ich wette, die meisten von Ihnen haben beim Stichwort „Ökumene“ an die evangelisch-katholische Zusammenarbeit gedacht. Tatsächlich sind aber in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland siebzehn Mitgliedskirchen vertreten und es gibt acht Gastmitglieder. Der Vorsitzende ist zur Zeit Erzpriester Radu Constantin Miron von der griechisch-orthodoxen Kirche.

Im Kahlgrund gibt es auch Gläubige, die zu einer orthodoxen Kirche oder zu einer Freikirche gehören. Die ökumenische Zusammenarbeit findet naturgemäß zwischen den Gemeinden statt, die es hier gibt: Der evangelischen Markusgemeinde und den katholischen Gemeinden.

Im Oktober haben wir uns vom Seelsorgeteam wie üblich zur halbjährlichen Besprechung mit den evangelischen Pfarrern Thomas Schäfer (zuständig für die evangelischen Christen in der VG Schöllkrippen) und Peter Kolb (zuständig für den Markt Mömbris) getroffen. Seit Jahren gibt es gute Zusammenarbeit: bei Schulgottesdiensten und bei der Seelsorge im Altenheim, bei

gemeinsam mit dem Wallfahrerverein Mömbris geplanten und durchgeführten Veranstaltungen wie der

Oase und dem Weg des Glaubens, bei Trauungen konfessionsverbindender Paare, beim Kinderbibeltag (wahrscheinlich erst wieder 2022), bei Gedenkgottesdiensten für Verstorbene, bei der Trägerschaft der Nachbarschaftshilfe im Markt Mömbris. Selbstverständlich ist auch die Überlassung katholischer Kirchen für evangelische Gottesdienste z.B. bei Trauerfeiern. Dass Pfarrer Kolb sein Büro im Ivo-Zeiger-Haus in Mömbris hat, ist auch ein Zeichen der guten Beziehungen.

Ganz wichtig ist der grundsätzlich wertschätzende Umgang mit Menschen der jeweils anderen Kon- fession im Bewusstsein, dass uns als Christen mehr miteinander verbindet als uns trennt. Viele (und

leider nicht nur ältere Menschen) können leider von Kränkungen und Verletzungen berichten.

So soll es bei uns nicht sein. Deshalb werden wir in diesem Jahr auch wieder gemeinsam die Gebetswoche für die Einheit der Christen begehen. Sie steht unter dem Schriftwort „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“ aus dem 15. Kapitel des Johannesevangeliums.

Stefanie Krömker,

Pastoralreferentin

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