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Liebe Mitchristen,

seit mehr als einem Jahrzehnt haben wir uns Schritt für Schritt daran gewöhnt, in größeren „pastoralen Räumen“ zu arbeiten und unseren Glauben zu leben und zu teilen. Hierzu wurden vor rund 10 Jahren die ersten Pfarreiengemeinschaften gegrün- det, z.B. Mittlerer Kahlgrund und Christus Immanuel. In den letzten Jahren gab es bereits eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Pfarreiengemeinschaften u.a. durch ein gemeinsames Hauptamtlichen-Team.

In 40 Pastoralen Räumen wird sich nun in Zukunft die Seelsorge für die rund 720.000 Katholiken im Bistum Würzburg organisieren. Bischof Dr. Franz Jung hat die Einheiten am Samstag, 24. Oktober, bei einem Diözesanforum im Würzburger Burkardushaus vor rund 50 Vertreterinnen und Vertretern kirchlicher Gremien vorgestellt und Gottes Segen für den weiteren Verlauf des Programms „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ erbeten.

Großpfarreien wird es in der Diözese Würzburg nicht geben. Die etwa 600 Pfarreien des Bistums, die mehrheitlich in etwa 160 Pfarreiengemeinschaften zusammengefasst sind, bleiben bestehen. Bis 2025 sollen die Pastoralen Räume erprobt, überprüft und gegebenenfalls optimiert werden. Die pastoralen Räume werden in der sogenannten Gestaltungsphase ein pastorales Konzept für ihren Bereich umschreiben und Formen der verbind- lichen Zusammenarbeit etablieren.

Was heißt das für uns im
Kahlgrund – Neuer pastoraler Raum Kahlgrund

Für uns im Kahlgrund bedeutet das Folgendes: das Dekanat Alzenau wird in zwei pastorale Räume aufgeteilt, Trennlinie ist die Herrenmühle. Die Pfarreiengemeinschaften Mittlerer Kahlgrund (mit den Orten Mömbris, Schimborn, Niedersteinbach, Gunzenbach, Daxberg, Reichenbach, Hohl und Hemsbach) und Christus Immanuel (mit den Orten Geiselbach, Dörnsteinbach, Westerngrund, Krombach und Schneppenbach) bilden den neuen pastoralen Raum Kahlgrund zusammen mit der PG Christkönig im Kahlgrund (Königshofen, Blankenbach, Sommerkahl) und der PG St. Katharina und St. Josef (Schöllkrippen, Kleinkahl).

Den zweiten pastoralen Raum im bisherigen Dekanat Alzenau bilden dann die Gemeinden Alzenau, Hörstein, Wasserlos, Michelbach, Albstadt und Kälberau zusammen mit Karlstein und Kahl. Das (bisherige) Dekanat Alzenau wird mit den Dekanaten Aschaffenburg Ost, Aschaffenburg West und Aschaffenburg Stadt zusammengelegt.

Während der Gestaltungsphase wird für unseren pastoralen Raum ein Konzept erstellt, in dem pastorale Standards / Seelsorgestandards festgelegt sowie Entscheidungen über Personal und Verwaltung, die Zukunft der kirchlichen Immobilien und der Kindertagesstätten getroffen werden. Ferner wird entschieden, wie die Zusammenarbeit der Pfarreiengemeinschaften am besten organisiert werden kann.

Zu betonen ist, dass für die Gestaltungsphase eine enge Zusammenarbeit zwischen den Gremien vor Ort (Team des pastoralen Raums, Pfarrgemeinderat, Ortsausschuss) und dem Hauptamtlichen-Team vorgesehen ist. Geplant ist dabei, die bisherigen Strukturen der erprobten Pfarreiengemeinschaften inklusiv der Aktivitäten vor Ort grundsätzlich zu erhalten. Dabei werden aber auch einige Tätigkeiten, Strukturen und Prozesse aus den Pfarreiengemeinschaften in den pastoralen Raum transferiert werden. Uns ist bewusst, dass das religiöse Leben auch weiterhin in den einzelnen Orten stattfinden soll. Ihre Ideen und Meinungen zur Gestaltung des Prozesses sind uns dabei sehr wichtig.

Andreas Hartung, Pfarrer

 

Christoph Lindner,

Vorsitzender PG Mittler Kahlgrund

 

Stephan Wissel,

Leiter des PG Teams

Christus Immanuel

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