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Das Gebälk des Glockenstuhls wird regelmäßig durch einen Sachverständigen überprüft. Hier wird die Tragfähigkeit des Gebälks überprüft und ob sich die Holzverbindungen durch die Schwingungen gelockert haben.

Auch findet regelmäßig eine Überprüfung der Glocken und Läutanlage durch eine Fachfirma statt.

2020 GlockenantriebstreichenDabei wird den Glockenbefestigungen geschaut und ob die Klöppelaufhängung nicht ausgeschlagen sind. Auch werden die Antriebsketten nachgezogen und neu eingefettet. An der elektronischen Steuerung wird beim Probeläuten der Winkel des Glockenausschlages neu justiert. Der Monteur empfahl dringend die verrosteten Kettenlaufräder und Aufhängungen zu streichen.

2020 Glockenantriebstreichen 1Also nahm ich mir diese Aufgabe einmal vor. Als ich mit der Arbeit begann, merkte ich, dass es doch nicht so einfach war, ich es mir vorgestellt hatte.

Zuerst schaffte ich eine Leiter über mehrere schmalen Stiegen bis in den Glockenturm.

Da der Glockenstuhl ziemlich eng ist (Abstand Glocken zum Gebälk nur wenige Zentimeter), musste ich unter den Glocken durchkriechen und durch das Gebälk klettern.

Das Entrosten ging ja noch, aber an einigen Stellen war ein dicker Belag aus Staub und Öl. Den musste ich erst entfernen und entölen bevor ich mit dem Streichen beginnen konnte. Zwischendurch konnte ich auch die Aussicht in alle Himmelsrichtungen durch die Schallöffnungen genießen.

In unserem Glockenstuhl hängen drei Glocken.

Grosse Glocke Herz Mariae sei gegrsst

Grosse Glocke Schneppenbach 1960

 

Die große Glocke ist die „Herz Mariä-Glocke“. Sie wurde im Jahre 1960 in Passau für die Schneppenbacher Kirche gegossen.

Auf der einen Seite ist ein Bild von „Herz Mariä“ und die Aufschrift „ HERZ MARIÄ SEI GEGRÜSST“. Die andere Seite zeigt den Schriftzug SCHNEPPENBACH, das Firmensymbohl der Firma Perner aus Passau, die Jahreszahl 1960 und die Fertigungsnummer 1467.

Ich kann mich noch erinnern, als die Glocke vor dem Eingang der Kirche stand und feierlich eingeweiht wurde. Vielleicht hat noch jemand Fotos von der Glockenweihe.

 

 

 

 

 

Mittlere Glocke Ora pro nobis Mittlere Glocke FigurMittlere Glocke 1785Die mittlere Glocke wurde schon im Jahre 1785 gegossen und zeigt verschiedene Motive, Figuren und die Aufschrift: WÜRZBURG GEGOSSEN AD 1785 S. MARIA ORA PRO NOBIS.

Die mittlere und die kleine Glocke wurden gebraucht in den Hassbergen gekauft, nach Fertigstellung des Glockenturmes angebracht und die ersten 10 Jahre per Hand geläutet.

 

 

 

 

 

 

 

KleineGlockeDie kleine Glocke zeigt keine Motive, nur am oberen Rand Symbole und Buchstaben. Bisher konnte ich deren Bedeutung noch nicht entziffern.

Arnold Pfaff

Kirchenpfleger

 

2020 Turmausblick2202020 Turmausblick32020 Turmausblick4202020 Turmausblick3Hier noch einige Aussichten aus dem Kirchurm

 

 

(Politlyrik zum Urlaubsverhalten in Corona-Zeiten)

Sommerzeit.

Urlaubszeit.

Anderszeit.

 

Sie machen Urlaub –

leider auch Urlaub

von Hygienevorschriften

und Abstandsregeln.

 

Für die Schutzmaske

und das Desinfektionsspray

war einfach kein Platz mehr

im vollgepackten Koffer.

 

Sie machen Urlaub,

als hätte der Virus

auch Urlaub genommen

und erholt sich

von den Strapazen

des letzten halben Jahres

auf einem anderen Planeten.

 

Dabei macht er Urlaub

mitten in unserem Urlaub

und erlaubt keinen Leichtsinn.

 

Denn der wird schnell

zum Trübsinn

oder gar

zum Wahnsinn

einer zweiten Welle.

 

 

 

Peter Schott, In: Pfarrbriefservice.de

Zahlen zum kirchlichen Leben 2019 liegen vor

Von einer „schmerzhaften Statistik“ sprach Bischof Dr. Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, als er die jährliche Kirchenstatistik für 2019 vorstellte. So ist die Zahl der Kirchenaustritte 2019 erneut angestiegen: 272.771 Menschen haben die katholische Kirche verlassen (2018: 216.078). Die Katholiken machen in Deutschland mit 22,6 Millionen Kirchenmitgliedern 27,2 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. 2009 gehörten noch fast 25 Millionen Menschen der Katholischen Kirche an, was damals ein Anteil von 30,5 Prozent an der Bevölkerung war.

Der Gottesdienstbesuch ging 2019 erneut zurück (9,1 Prozent; 2018: 9,3 Prozent), ebenso die Zahlen beim Sakramentenempfang: So lag die Zahl der kirchlichen Trauungen bei 38.537 (2018: 42.789), die Zahl der Taufen bei 159.043 (2018: 167.787), die Zahl der Erstkommunionen bei 166.481 (2018: 171.336) und die Zahl der Bestattungen bei 233.937 (2018: 243.705).

Glaubwürdigkeit zurückgewinnen

„An den statistischen Zahlen 2019 gibt es nichts schönzureden“, sagte Bischof Bätzing, und: „Besonders belastend empfinde ich die sehr hohe Zahl von Kirchenaustritten.“ Er rief zu mutigen Veränderungen in den eigenen Reihen auf und betonte die Notwendigkeit des Synodalen Weges für die Kirche in Deutschland. „Nach einem erheblichen Verlust von Glaubwürdigkeit müssen wir versuchen, diese zurückzugewinnen. Ehrlichkeit und Transparenz, hilfreiche Antworten der Kirche auf die Fragen der Zeit und manche Veränderungsprozesse sollen dazu helfen, das zu zeigen, was im Zentrum von Glauben und Kirche steht: das Angebot Gottes, im Glauben dem Leben eine Orientierung zu geben“, sagte er.

Weitere Zahlen

 Der Flyer mit den Eckdaten des Jahres 2019 ist als pdf-Datei unter www.dbk.de in der Rubrik Publikationen verfügbar und kann dort auch bestellt werden. Weitere statistische Angaben gibt es unter https://www.dbk.de/kirche-in-zahlen/.

Die Arbeitshilfe Katholische Kirche in Deutschland. Zahlen und Fakten 2019/2020 (Arbeitshilfen Nr. 315) erscheint im Juli 2020 und ist dann unter http://www.dbk-shop.de/de/Deutsche-Bischofskonferenz/Arbeitshilfen.html abrufbar.

 

Pressemitteilung DBK / Pfarrbriefservice.de

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf den Fortgang des Synodalen Weges aus. Nachdem in den vergangenen Wochen deutlich wurde, dass eine Veranstaltung mit über 230 Teilnehmern in absehbarer Zeit schwierig wird, hat das Präsidium des Synodalen Weges eine veränderte Arbeit angesichts der für Anfang September geplanten, zweiten Synodalversammlung beschlossen.

Austausch trotz Corona

Es wird stattdessen für alle Synodalen am Freitag, 4. September 2020, eine eintägige Konferenz geben, die zeitgleich an fünf verschiedenen Orten stattfindet, und zwar in Berlin, Dortmund, Frankfurt a. M., Ludwigshafen und München. Die geringe Größe von rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern pro Ort und die kürzeren Anfahrtswege biete ein Format, das das geistliche Miteinander und den gemeinsamen Austausch mit den coronabedingten Vorsichtsmaßnahmen verbindet, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Präsidium versteht diese regionalen Konferenzen nach dem Motto „Fünf Orte – ein Weg“ als Zwischenschritt hin zur zweiten Synodalversammlung, die vom 4. bis 6. Februar 2021 stattfinden wird. Da für den Synodalen Weg vier Synodalversammlungen vorgesehen sind, werden die weiteren Synodalversammlungen vom 30. September bis 2. Oktober 2021 und vom 3. bis 5. Februar 2022 stattfinden.

Auswirkungen der Pandemie

Bei der eintägigen Konferenz soll die bisherige Arbeit in den Synodalforen im Licht der kirchlichen Erfahrungen in der Corona-Krise diskutiert werden. Weitere Fragen sind: Was haben die Pandemie und die sich daraus ergebenden Beschränkungen im kirchlichen Kontext bewirkt? Wie verändert sich die Perspektive auf die Kirche und den Synodalen Weg? Wie haben sich die eigenen Motivationen geändert? Welche Lehre sollen Katholikinnen und Katholiken aus der Krise ziehen?

Was ist der Synodale Weg?

Der Synodale Weg ist ein Gesprächsprozess innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland. Er soll der Aufarbeitung von Fragen dienen, die sich im Herbst 2018 nach der Veröffentlichung der MHG-Studie über sexuellen Missbrauch in der Kirche ergeben haben. Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken verantworten gemeinsam diesen Prozess, der am 1. Dezember 2019 eröffnet wurde. www.synodalerweg.de

Am Sonntag, den 01. Juni wurde in Schneppenbach seit Wochen die erste Andacht gefeiert. Die gut besuchte Feier, gestaltet von Pastoralreferentin Katja Roth, fand im Freien hinter dem Pfarrheim statt. Alle Teilnehmer genossen das schöne Wetter und waren froh wieder gemeinsam mit anderen Leuten zusammen eine Andacht zu feiern.

 

2020 05 21 FalkenIm Glockenturm der Herz-Mariä-Kirche Schneppenbach gab es Nachwuchs, die junge Turmfalken sind nach dem 20. Mai geschlüpft. Der Brutplatz ist in einer Luke unter den Schallfenstern der Glocken.

Mesner Karl-Peter Klotz berichtet, dass die Falken schon seit über 25 Jahren kommen und die Eier im Kirchturm ausbrüten. Meistens sind es aber nur drei bis vier Eier, aber in  Jahr 2019 schlüpften sechs Turmfalkenküken. Auch im Jahr 2020 lagen 6 Eier in Nest.

2020 05 27 FalkenKarl-Peter Klotz und Ludwig Pfaff haben eine Scheibe hinter das Nest gebaut, damit Falken ungestört sind und innen schön beobachtet werden können. Vom Friedhof aus kann man gut beobachten, wie die Eltern ihren Nachwuchs füttern.

 

Die Bilder wurden von Karl-Peter Klotz am 21. Mai bzw. 27. Mai 2020 aufgenommen.

 

 

 

 

2020 05 29 Falken2020 05 29 1 Falken

 

 

 

 

 

 

Bilder vom 29.05.2020

2020 Gebetsecke

Vermutlich haben Sie nicht viel davon mitbekommen, wie unsere Pfarreiengemeinschaft (PG) durch die letzten Wochen gekommen ist. Daher möchte ich Ihnen einen Eindruck davon vermitteln.

2020 Geiselbach Vorbereiten der KircheAm 13. März spitzte sich die Lage wegen des Corona-Virus soweit zu, dass wir innerhalb weniger Stunden alle Gottesdienste und Veranstaltungen in der ganzen PG absagen mussten. In all den Wochen habe ich bei unseren Gläubigen Verständnis für die Maßnahmen erlebt. Doch das Fehlen von Gemeinschaft und Nähe spürten alle. So haben viele Menschen, wie auch wir Seelsorger, versucht übers Telefon und soziale Medien Kontakt zu halten.

2020 05 KlappernEtliche Leute haben sich intensiv Gedanken gemacht, wie sie Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit setzen können: Grußbriefe an Senioren, eine Gebetsecke in der Kirche, gemeinsames Singen oder Musizieren in der Nachbarschaft, Klappern, Blumenschmuck, selbst gebastelte Osterkerzen und Palmsträußchen etc. Dafür ein herzliches Dankeschön! Eines war besonders berührend: Die vielen brennenden Kerzen in unseren Kirchen, die unzählige Beterinnen und Beter angezündet haben.

2020 05 Osterkerzen DoernsteinbachUnser Pastoralassistent Lukas Greubel hat in dieser Zeit zusammen mit mir vermehrt Beerdigungsdienste übernommen, um Abbé Matthieus Gesundheit zu schützen. Für die Trauerfamilien war es manchmal sehr schwer, dass nur fünfzehn Personen an der Beerdigung teilnehmen 2020 05 Palmstraeusschen Krombachkonnten. Ich bin mir aber sicher, dass die Menschen zu Hause in Gedanken und Gebet der trauernden Familie eng verbunden waren.

2020 05 Osterkerzen SchneppenbachAbbé Matthieu hat in dieser Zeit stellvertretend für uns die Hl. Messe gefeiert. Dafür sind wir ihm sehr dankbar! Besonders in der Heiligen Woche haben wir die Gottesdienste sehr vermisst. 2020 5 Osterkerzen alle GemeindenAn Ostern wurden in allen Orten die Osterkerzen gesegnet und Abbé Matthieu hat die Osternacht gefeiert. In vielen Gärten wurden an diesem Abend daheim Osterfeuer entzündet und ein eigener Ostergottesdienst gestaltet. Andere verbanden sich übers Fernsehen mit vielen Gläubigen im ganzen Bistum.

2020 5 Osterkerzen WesterngrundHart traf es dann unsere Erstkommunionkinder. Sie hatten sich sehr auf ihr Fest gefreut und waren sehr tapfer! Noch steht kein neuer Termin für die Erstkommunion fest. Sobald sich abzeichnet, wann und wie eine schöne Feier möglich ist, werde ich die Familien informieren.

Langsam sind nun wieder erste Gottesdienste und wichtige Gremientreffen möglich. Wir haben am 10. Mai wieder mit Gottesdiensten in Form von Wort-Gottes-Feiern begonnen. 2020 05 Maiandacht KrombachDazu mussten wir unsere Kirchen entsprechend der Hygienevorgaben einrichten. Danke dem Landratsamt und der Feuerwehr des Landkreises Aschaffenburg für die Bereitstellung der entsprechenden Hygiene-Ausrüstung! Für die versammelten Gläubigen war es berührend, wieder miteinander Gottesdienst feiern zu können. Doch noch kommen Wenige, denn die Maskenpflicht, die Anmeldung oder die Gefahr für die eigene Gesundheit lassen Viele noch abwarten.

2020 05 KreuzkapelleEinen besonderen Dank möchte ich Frau Wombacher und Frau Kerz im Pfarrbüro, Frau Beate Hofmann (Pfarrbrief), unseren Austrägerinnen und Austrägern und auch Herrn Arnold Pfaff (Betreuung der Homepage) sagen. Zurzeit gibt es oft kurzfristig neue Richtlinien und Änderungen, die dann schnell umgesetzt werden müssen. Über zahlreiche Kanäle, wie Homepage, Mitteilungsblatt, Pfarrbrief, Zeitung und E-Mail versuchen wir Sie möglichst gut zu informieren. Auch das Weitersagen (von zuverlässigen Nachrichten, nicht Gerüchten) in der Nachbarschaft war und ist derzeit hilfreich. Leider braucht es bei einigen dieser Medien Tage bis Wochen, bis Sie eine Information erreicht. Allen, die an Planung, Umsetzung und Verteilung von Informationen beteiligt sind, danke ich vielmals!

In den kommenden Monaten werden wir viele Freiheiten haben, um inspirierende und besondere Formen unseres Glaubenslebens auszuprobieren. Wir dürfen Ideen entwickeln und neu darüber nachdenken, was uns als Christen wichtig ist - und was wir in dieser Zeit vielleicht gar nicht vermisst haben.

Mir liegt es sehr am Herzen, dass wir im Kahlgrund und weltweit diejenigen besonders im Blick haben, die in Not sind. Auch da war in den letzten Wochen die ein oder andere Unterstützung vor Ort bereits nötig. Dies wird wohl einer der Schwerpunkte unseres Handelns werden - da sind wir besonders nahe an der Botschaft und am Vorbild Jesu.

In diesem Sinne wünsche ich uns ein gutes gemeinsames Weitergehen in der Pfarreiengemeinschaft Christus Immanuel

Katja Roth, Pastoralreferenti

Hartung MarkusBischof Dr. Franz Jung hat Andreas Hartung (37), Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft „Main – Steigerwald, Eltmann“, mit Wirkung vom 1. Oktober 2020 zum Pfarrer auf sechs Jahre für die Pfarreiengemeinschaften „Mittlerer Kahlgrund, Mömbris“ und „Christus Immanuel, Krombach“ ernannt.

Damit wird er Leiter dieser Pfarreiengemeinschaften. Hartung wurde in Lohr am Main geboren und stammt aus Rechtenbach. Nach dem qualifizierenden Hauptschulabschluss im Jahr 1998 absolvierte er eine Ausbildung zum Schreiner und arbeitete bis 2008 im erlernten Beruf. Von 2008 bis 2012 studierte er am Spätberufenenseminar in Lantershofen. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann weihte ihn am 7. Juni 2014 im Würzburger Kiliansdom zum Priester. Im Anschluss war Hartung als Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft „Jesus – Quelle des Lebens, Bad Kissingen“ eingesetzt, ehe er im September 2014 Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft „Kirchschönbach-Stadelschwarzach-Wiesentheid“ wurde. 2017 wurde er mit jeweils halber Stelle Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft Hofheim und Dekanatsjugendseelsorger im Dekanat Haßberge. Seit Oktober 2018 ist Hartung Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft „Main – Steigerwald, Eltmann“ und weiterhin mit halber Stelle Dekanatsjugendseelsorger im Dekanat Haßberge.

Die Ernennung zum Pfarrer auf sechs Jahre erfolgt gemäß dem Allgemeinen Dekret der Deutschen Bischofskonferenz zu Canon 522 des Kirchlichen Gesetzbuchs (CIC). Demnach können Pfarrer für eine bestimmte Dauer ernannt werden, mindestens aber für sechs Jahre.

Bischof Franz hat mit Dekret vom 28. April 2020 die Feier öffentlicher Gottesdienste unter Verweis auf besondere Sicherheitsmaßnahmen wieder gestattet. Diese Rahmenbedingungen zur Feier öffentlicher Gottesdienste sind ebenfalls von Bischof Franz selbst anhand einer für alle bayerischen Diözesen erstellten und mit der Staatsregierung abgestimmten Vorlage festgelegt worden.

Bischof Franz hat zunächst nur nichteucharistische Feiern als öffentliche Gottesdienste gestattet, also z. B. Wort-Gottes-Feiern ohne Kommunionspendung, die Feier der Tagzeitenliturgie und Andachten. Eucharistiefeiern sind also weiterhin nur als nichtöffentliche Gottesdienste möglich.


Dringend empfohlen wird, zunächst nur in einem der Gotteshäuser einer Pfarreiengemeinschaft öffentliche Gottesdienste zu feiern.

2020-04-28_Dekret_Bischof.pdf

2020-04-29_Regelungen_zur_Feier_öffentlicher_Gottesdienste_ab_4.5.2020.pdf

1. Feier der Sakramente

1.1 Feier der Taufe

Die Feier der Taufe bleibt weiterhin untersagt. Aufgrund der Abstands- und Hygieneregelungen ist

weiterhin nur die Nottaufe zulässig, da die ausdeutenden Riten nicht vollzogen werden dürfen.

1.2 Feier der Firmung

Die Firmungen sind bis Ende August abgesagt. Für die weitere Planung und die Abstimmung über

Nachholverfahren der abgesagten Feiern sind weitere Beratungen notwendig.

1.3 Feier der Erstkommunion

Aufgrund des Gemeinschaftscharakters der Eucharistie und den in der Katechese vermittelten

Inhalten machen Erstkommunionfeiern bis mindestens Ende August 2020 wenig Sinn. Die Feiern

sollten weiterhin verschoben werden.

1.4 Feier der Trauung

Trauungen können im Rahmen der voraussichtlich ab 4. Mai geltenden Vorgaben für

Gottesdienste gefeiert werden.

1.5 Feier des Bußsakramentes

Für die Feier des Bußsakraments gelten ebenfalls die voraussichtlich ab 4. Mai gültigen

allgemeinen Rahmenbedingungen für Gottesdienste.

1.6 Feier der Krankensalbung

Die Feier der Krankensalbung ist weiterhin als Feier mit einzelnen bzw. für einzelne Personen

möglich. Eine gemeinsame Feier bleibt untersagt.

2. Kirchliche Feste

2.1 Bitttage

Die Bitttage können in diesem Jahr nur im Rahmen der voraussichtlich ab 4. Mail geltenden

Bedingungen begangen werden. Prozessionen und größere Bittgänge sind untersagt. Kleine

Gruppen bis 50 Personen können bei Einhaltung der Vorgaben Bittandachten im freien feiern. Am

Ende der Messe zum Christi Himmelfahrtsfest kann eine kurze eucharistische Anbetung

angehängt werden und der Priester kann am Kirchenportal die Felder und Fluren segnen. Dabei

ist allerdings auf die Einhaltung der voraussichtlich ab 4. Mai festgelegten Höchstdauer für

Gottesdienste von 60 Min. zu achten.

2.2 Fronleichnam

Fronleichnamsprozessionen müssen in diesem Jahr entfallen. Am Ende der Messe kann eine

kurze eucharistische Anbetung angehängt werden und der Priester kann am Kirchenportal die

Stadt bzw. die Gemeinde segnen. Dabei ist allerdings auf die Einhaltung der voraussichtlich ab 4.

Mai festgelegten Höchstdauer für Gottesdienste von 60 Min. zu achten.

2.3 Kilianiwallfahrtswoche

Auch die Kilianiwallfahrtswoche muss in diesem Jahr entfallen. Im Moment werden alternative

Formen überlegt, wie in der Kilianiwoche dennoch in kleinen Gruppen oder/und dezentral der

Bistumsheiligen gedacht werden kann.

2.4 Chrisammesse

Nach derzeitiger Planung ist für die Chrisammesse der 8. September 2020 anvisiert. Alle Priester

und Diakone sind hierzu herzlich eingeladen.

2020 OsterkerzeDanke an Andrea Schmitt für die Gestaltung der Osterkerze.

Danke auch an alle Helfer/innen, für das Basteln der kleinen Osterkerzen.

2020 Osterkerzensegnung

 

2020 MalwettbewerbDie Geschichte Jesu vom Einzug in Jerusalem bis zur Auferstehung nach den Kindern unserer Pfarreiengemeinschaften.— Ergebnisse vom Malwettbewerb zu Ostern 2020

Am Malwettbewerb aus dem Osterpfarrbrief haben 9 Kinder aus unseren Pfarreiengemeinschaften teilgenommen. Da die Bilder jetzt so gut auch zueinander passen, werden sie alle, wie ein kleiner Blick vom Palmsonntag bis Ostern hier veröffentlicht und gezeigt. Alle Kinder, die ihre Bilder eingesendet haben bekommen in den kommenden Wochen ein kleines Geschenk unserer Pfarreiengemeinschaften.

Lukas Greubel, Pastoralassistent.

Präambel

Angesichts der Corona-Pandemie haben die staatlichen Organe ihre Schutzmaßnahmen bis zur Stunde weitgehend aufrechterhalten. Öffentliche Gottesdienste sind nach wie vor untersagt. Daher ordne ich für das Bistum Würzburg an:

 § 1 Gottesdienste

(1) Bis auf weiteres dürfen keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden. Entsprechend sind auch Erstkommunionfeiern, Firmungen und Wallfahrten bis auf weiteres untersagt.

(2) Die private Zelebration der Priester, ggf. mit einem Diakon, einem Altardiener / einer Altardienerin, einem Lektor / einer Lektorin, einem Kantor / einer Kantorin und einem Organisten / einer Organistin, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ist erlaubt und in der gegenwärtigen Situation ein stellvertretender Vollzug. Sie nimmt dabei die besonderen Anliegen der Pfarrgemeinden und Pfarreiengemeinschaften mit ins Gebet. Die Übertragung solcher Gottesdienste im Internet und Rundfunk ist erlaubt.

(3) Tauffeiern sind zu verschieben. Ausschließlich Nottaufen sind gestattet.

(4) Trauungen sind zu verschieben.

(5) Beisetzungen dürfen nur im engsten Familienkreis ohne Requiem stattfinden.

(6) Die Krankensalbung für Einzelpersonen sowie die Begleitung von Sterbenden bleiben erlaubt.

(7) Die Kirchen sollen nach Möglichkeit zu den gewohnten Zeiten in der je üblichen Weise und unter Beachtung der bekannt gemachten Hygiene- und Abstandsregeln für das persönliche Gebet geöffnet bleiben.

§ 2 Veranstaltungen und Gremiensitzungen

(1) Alle öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen müssen bis auf weiteres entfallen.

(2) Alle Treffen, Gruppenstunden usw. von kirchlichen Vereinigungen müssen bis auf weiteres entfallen.

(3) Gremiensitzungen können stattfinden, wenn sie zur ordnungsgemäßen Erledigung der laufenden Geschäfte erforderlich sind. Die bekannt gemachten Hygiene- und Abstandsregeln sind zu beachten.

§ 3 Inkrafttreten und Geltungsdauer

Die in diesem Dekret enthaltenen Anordnungen treten ab Montag, 20. April 2020 in Kraft. Sie gelten bis auf weiteres. Würzburg, 17. April 2020

                                                                                        (sigillum episcopi)

Dr. Franz Jung Bischof von Würzburg

Msgr. Dr. Matthias Türk

Kirchlicher Notar

 

 

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